Die revolutionärste Bad Idee des Waschbeckens ist, dass sich die Waschgelegenheit nicht mehr verschämt in ein Möbel versenkt, sondern selbstbewusst als Aufsatz über der Unterlage thront – das Aufsatzwaschbecken.

Wie befreit entwickeln die Waschbecken Hersteller seither Aufsatzwaschtische und -becken in allen gestalterischen Nuancen.

Beim einem ist das Aufsatzwaschbecken rund, beim nächsten ist das Aufsatzwaschbecken eckig, ein weitere Hersteller macht das Aufsatzwaschbecken oval, konisch oder kubisch. Die Vielfalt ist enorm. Parallel dazu entdeckten die Designer neue Materialien. Ein Aufsatzwaschtisch oder ein Aufsatzwaschbecken ist seither nicht nur in Keramik erhältlich, sondern auch in Glas, Beton oder Stahl. Mittlerweile gibt es sogar Aufsatzwaschtische und Aufsatzwaschbecken in Holz und auch in Kork.

Moderne Aufsatzwaschbecken in Glas, Beton und Marmor

Aufsatzwaschtisch Glas antoniolupi bubble
Aufsatzwaschtisch Bubble aus Glas von antoniolupi

Die Firma Antoniolupi etwa verwendet für sein Aufsatzwaschbecken Glas. Das Designerstück wird „Bubble“ genannt und zitiert durch die Transparenz des Materials und die Wassertropfenform den eigentlichen Zweck des Beckens in pfiffiger Weise.

Agape nutzt für ein besonders apartes Aufsatzwaschbecken Naturstein – der Name „Carrara“ weist darauf hin, dass hier ein Marmor zum Einsatz kommt, der schon in Römerzeiten begehrter Schmuckstein war.

Wenn der Hausherr ein besonders puristisches Statement ins Bad stellen möchte, empfiehlt sich ein Aufsatzwaschtisch aus unbehandeltem Beton.

 

 

 

 

 

 

Die Entstehung des Aufsatzwaschbeckens

aufsatzwaschbecken agape carrara
Aufsatzwaschtisch Carrara aus Marmor von Agape

Noch in den 50er und 60er-Jahren herrschte in deutschen Badezimmern Einheitslook,

zumindest was Wanne und Waschbecken anging. Spätestens mit den 80er Jahren jedoch hielten Aufsatzwaschbecken und Aufsatzwaschtische Einzug in die intimsten Räume. Die Nasszellen-Philosophie in deutschen Heimen ändert sich radikal.

Aus dem Badezimmer wird ein Reinigungssalon, Wellnessgeräte wie Whirlpool und Massagedusche inklusive. Die Designer nahmen sich der Badmöbel und der Badezimmergestaltung an, und so glänzten die Waschbecken in deutschen Badezimmern bald in neuen Farben und Formen.

 

Aufsatzwaschbecken, die neue Schlichtheit

 

Mittlerweile ist, nach den Designkapriolen der letzten Jahre, eine Rückbesinnung auf die klassische Formgebung zu beobachten, allerdings meist mit einiges Details, die den Gestaltungswillen unter Beweis stellen.

Aufsatzwaschtisch Duravit Vero schwarz
Schwarzer Aufsatzwaschtisch Vero von Duravit

 

Ein gutes Beispiel für die neue Schlichtheit ist der Aufsatzwachtisch Vero von Duravit, der in funktionaler Form und unprätentiösem Weiß zeigt, wie schön klassisches Design sein kann. Edel, kühl und modern wirkt der Vero Aufsatzwaschtisch dagegen in schwarz.

Aufsatzwaschtisch Beton Oggi Kumiko
Kumiko, der Aufsatzwachtisch in Beton von Oggi Betton

 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls in weiß und in bestechend schöner Einfachheit präsentiert sich die „Kumiko“ von Oggi Beton, deren schwungvolles Design an berühmte Opernhäuser erinnert.
Wohin die Reise in Zukunft hingehen wird, ist heut noch nicht abzusehen. Goldene Waschbecken oder Flussläufe und Kaskaden in einer Beckenlandschaft dürften die Ausnahme bleiben.

Retrodesign könnte eher ein Trend werden, einige Zeichen zeigen bereits in diese Richtung. Das Design Waschbecken Axor Urquiola von Hansgrohe zum Beispiel zitiert frühere Designelemente: Das schlichte Becken erinnert an einen Wäschekorb aus Omas Zeiten …

Aufsatzwaschbecken Hansgrohe Urquiola
Aufsatzwachbecken Urquiola von Axor aus Mineralguss

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