Seit der Erfindung der Einhand-Mischbatterie in den 40er-Jahren haben Designer es als eine besondere Herausforderung betrachtet, das Bad mit immer schöneren und ausgefalleneren Badarmaturen zu verschönern.

Wir stellen hier – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – einige der für uns schönsten Badarmaturen vor.Die Schwarzwälder Firma Hansgrohe hat schon immer Maßstäbe in Sachen wohlgestaltete Badarmaturen gesetzt.

Speziell die Zusammenarbeit mit dem Designer Philippe Starck sorgte immer wieder für Aha-Erlebnisse und für neidische Blicke der Konkurrenz. Die aktuelle Linie „Axor Starck Organic“ zeigt, dass der Designer nichts von seinem Charme eingebüßt hat: Badarmaturen, die in ihrer fließenden Form an den Lauf des Wasser erinnern.

Badarmaturen für höchste Ansprüche

axor starck organic Armaturen
Neuheit 2013: Axor Starck Organic

Nicht ganz so avantgardistisch, aber äußerst praktisch, präsentiert sich eine andere Linie aus dem Hause Hansgrohe, Metris genannt. Der Vorteil dieser Badarmaturen: Sie sind sehr hoch, so dass sie auch an hochgezogenen Waschschüsseln eine gute Figur machen. Badarmaturen für im wahrsten Sinne des Wortes höchste Ansprüche erfreuen die Besitzer beim Haarewaschen, weil man bequem den Kopf unter den Hahn halten kann. Putzeimer, hohe Vasen und Gießkannen sind mit Hansgrohe Metris auch kein Problem mehr.

Hansgrohe Metris
Endlich eine Antwort auf komfortables Haarewaschen: Hansgrohe Metris

Badarmaturen mit kompromisslosem Design

Hansgrohe hat Konkurrenz bekommen. Pures Design kommt heute auch aus anderen Häusern, besonders von Dornbracht aus Iserlohn. Deren „Deque“ genannte Badarmaturen brechen radikal mit den bisherigen Formen: Aus einem puristisch gestalteten Chromwinkel fließen springbrunnenartige Wasserkaskaden – eine Augenweide.

Dornbracht Deque
Für höchste Designansprüche gibt es nur eine Antwort: Dornbracht. Hier Dornbracht Deque

Einer ähnlichen Gestaltungsphilosophie huldigt auch die Firma Jörger aus Mannheim. Auch wenn der Name Empire Crystal lautet und somit üppige Formen erwarten lässt, das Gegenteil ist der Fall. Ein elegant geschwungener, flacher Hahn aus purem Chrom spendet das Wasser, die wie ein Kristall geformten Handgriffe hingegen machen dem Namen alle Ehre.

Jörger Empire Crystal
Empire Crystal von Jörger: Das bißchen Extravaganz im Bad

Klassiker in der Formensprache

Schnörkellos zeigt sich auch die Badarmatur der Serie „Savoy“ von Zucchetti: Italienisches Design in seiner schönsten Form. Auch wenn der Hahn scheinbar puristisch einfach nur der Form genügt, wirkt das Ensemble inklusive der wunderschön in Schwarz und Chrom gestalteten Drehknöpfe doch keinesfalls karg – im Gegenteil, es suggeriert Eleganz und Luxus.

Zucchetti Savoy
So kommt Eleganz ins Bad. Typisch italienisch von Zucchetti (Serie Savoy).

Die Diamantoptik ahmt auch die Serie „Allure Brillant“ von Grohe nach. Wie ein Juwel geschliffen wirken die Badarmaturen wie eine dynamische Autokarosse. Der Wasserlauf scheint aus dem Nichts hervorzuquellen, ein Sichtfenster macht aus dem morgendlichen Reinigungsritual ein sinnliches Erlebnis.

grohe allure brillant Einhebelmischer
Der Diamant als Designidee: Grohe Allure Brillant

Sebastian
Sebastian van Dré empfiehlt

Redaktions-Tipp

Für eine gelungene Badgestaltung empfehlen wir Badarmaturen aus einer Serie für Waschtisch, Dusche, Wanne und Bidet. Sollte das nicht möglich sein, so sollten wenigstens die Formen zueinander passen. Ist die Form oder sind die Griffe der Waschtischarmatur eher quadratisch? Dann sollten auch die übrigen Badarmaturen in die kantige, quadratische Formensprache gehen. Andernfalls sieht die Badgestaltung zusammengewürfelt aus und es fehlt die Harmonie.

Badarmaturen als Inszenierung

Auf den Reiz aller Sinne setzt auch die Stuttgarter Designschmiede Hansa. Deren Badarmaturen der Serie Hansa Latrava zeigt sich schon in der Form revolutionär. Der Hahn steht nicht mehr gerade, sondern in einem scharfen Winkel. Aus der schräg stehenden Armatur fließt ein Wasserdreieck, wiederum in einem Winkel, möglichst in das eigens für die Armatur gemachte Becken – das ist kein herkömmlicher Wasserstrahl, das ist ein Springbrunnen, eine Inszenierung des Elements Wasser.

Hansa Latrava
Hansa setzt Wasser in Szene: Serie Latrava

Beinahe ebenso revolutionär – und Wasser sparend – zeigen sich die Badarmaturen mit dem programmatischen Namen „Berührungslos“ von Vola. Der schlichte, aber gleichwohl ansprechend gestaltete Hahn kommt ohne Handmischer aus, ein Sensor gibt den Wasser Marsch-Befehl, wenn eine Hand unter dem Hahn auftaucht.

Vola berührungslos
Berührungslos ist nicht nur sehr hygienisch, sondern auch ein Zukunftstrend: Vola berührungslos

Ebenfalls verspielter präsentieren sich die Badarmaturen „Morpho“ der Firma Newform. Die aus geschwungenen, verchromten Stahlschlangen geformte Armatur wirkt vor allem in gemütlich eingerichteten Badezimmern als ein hübscher Hingucker. Technikbegeisterte hingegen können den Blick kaum von den dünnen Rohren wenden: Wo wird das Wasser durchgeführt und wie kommt ein breiter Strahl aus diesen dünnen Röhrchen.

Newform_Morpho
Im Bad Akzente setzen? Kein Problem mit Newform Morpho

Badarmaturen auch für Nostalgiker

Und natürlich gibt es die alten, wunderschönen Armaturen mit einem Griff aus Porzellan und einem vergoldeten Auslauf. Wer es nicht ganz so nostalgisch haben möchte, greift zu einem Designerstück von Jado mit Namen „Lighthouse“, das von der Form her aus der Entfernung durchaus Ähnlichkeiten mit den Jugendstil-Klassikern hat. Bei näherem Hinsehen aber zeigt sich die wahre Natur: Ein Leuchtturm stand Pate bei der Gestaltung des Körpers.

Jado lighthouse
Hystorisch, nostalgisch, robust wie ein Leuchtturm: Jado Lighthouse