Eine barrierefreie, in das Designkonzept des Bades eingepasste Dusche hat eine ganze Reihe von Vorteilen. Die beiden wichtigsten: Der Raum wirkt viel offener und die Gestaltung des Bades kann  großzügiger angelegt werden. Nichts stört mehr die klaren Raumdimensionen. Und: Eine moderne, barrierefreie Dusche lässt sich mit ein paar kleinen Details so nachhaltig gestalten, dass eine Mehrgenerationendusche dabei heraus kommt – eine echte Investition in die eigene Zukunft.

 

Barrierefreie Dusche – Tipps für die Nachhaltigkeit

Im Badezimmer machen sich die kleinen Gebrechen, die das Alter leider mit sich bringt, am ehesten und am einschneidendsten bemerkbar. Leider wird die Realität in deutschen Badezimmern dem gar nicht gerecht – neuere Erhebungen schätzen den Anteil der alters- und behinderungsgerecht umgebauten Wohnungen auf nicht mehr als ein Prozent. Wenn der Körper nicht mehr so will, ist man vor allem bei der Hygiene für kleine Hilfen dankbar. Der Hocker in der Dusche, der Griff zum Festhalten, die rutschfeste Fliese – das gibt Sicherheit und das Selbstvertrauen, das Leben bis ins hohe Alter selbstbestimmt meistern zu können.

Barrierefreie Dusche HSK Solida-SitzGriff
Sitz, Haltegriff, großer Eingangsbereich und die Armatur in Sitzhöhe sind wichtige Anforderungen an eine barrierefreie Dusche. Im Bild: HSK Dusche

 

Anforderungen an eine barrierefreie Dusche auf einen Blick:

Barrierefreie Dusche HSK_EasyComfort_Duschgriff
Besonders beim Ein- und Aussteigen aus der Dusche wird, dank einer Aussparung im Glas, eine Haltemöglichkeit geboten – kluge Idee von HSK Duschen
  1. In eine barrierefreie Dusche gehören unbedingt rutschfeste Bodenbeläge, herkömmlichen Duschwannen sindeher nicht geeignet. Nötig sind also spezielle Duschtassen mit Antirutsch, rutschfeste Fliesen oder spezielle rutschhemmende Aufkleber für Fliesen und Duschtassen
  2. Menschen mit Einschränkungen brauchen Stabilität: Haltegriffe an den Wänden, Hocker zum Hinsetzen oder sogar fest an der Wand verankerte Klappsitze sind unerlässlich
  3. Die Tür zur Dusche wie auch die Abtrennung sollten sich nach außen öffnen – wenn Menschen mit Rollstuhl das Bad benutzen, ist sonst das Schließen der Tür nicht möglich, weil der Rollstuhl im Weg steht
  4. Walk-in Duschen sind besonders als barrierefreie Duschen geeignet, da hierbei der Einstieg über eine Tür weg fällt und damit gleichzeitig ein noch komfortabler und barrierefreier Einstieg möglich ist
  5. Bei einer Badbenutzung durch Rollstuhlfahrer muss auf eine Mindestfläche von 150 x 150 Zentimeter in der Mitte geachtet werden, damit sich der Stuhl drehen lässt. Auch die Türen müssen die in den DIN-Normen festgelegte Breite haben
  6. Brausen, Bedienelemente und Ablageflächen sollten so positioniert werden, dass sie auch in sitzender Stellung bequem zu erreichen sind
  7. Durch den Ablauf einer barrierefreien Dusche sollte viel Wasser in relativ kurzer Zeit fließen können, ein relativ trockener Belag ist rutschfester als ein nasser
  8. Die Armaturen sollten mit einem Verbrühungsschutz ausgestattet sein, sonst drohen Kreislaufschocks oder ernsthafte Verbrennungen
  9. Auch vor der Dusche sollte ausreichend Platz zur Verfügung stehen, damit der Ein- und Austieg sowie das Abtrocknen komfortabel ist

Barrierefreie Duschen einbauen

Barrierefreie Dusche_HSK_Easycomfort
HSK Easycomfort Walk-in Dusche mit Haltegriff

Der Einbau einer bodengleichen Dusche ist kein Hexenwerk. Komplettsysteme arbeiten mittlerweile mit einer Gesamtbauhöhe von nur 65 Millimetern inklusive notwendigem Gefälle, so lässt sich ein Umbau auch im Altbau bewerkstelligen. Das Kernstück einer barrierefreien Dusche bildet entweder eine bodengleiche Duschwanne oder aber ein direkt gefliester Untergrund. Dabei wird eine Duschtasse in den Boden eingelassen. Ob der Abfluss sichtbar, versteckt oder als Rinne gestaltet ist, bleibt – ausreichendes Gefälle zum Abflussrohr vorausgesetzt – Geschmackssache. Technisch stehen drei Varianten zur Auswahl. Ein Wandablauf, der hinter einer Blende beginnt, der klassische Bodenablauf, der im Boden eingelassen wird und die Ablaufrinne, die am Rand des Duschbodens entlang verläuft.