Ist Ihr Badezimmer renovierungsbedürftig? Oder gehen Ihnen einige „Macken“ so auf die Nerven, dass sie endlich ausgebessert werden sollen? Vielleicht ist Ihr Badezimmer aber auch so in die Jahre gekommen, dass Sie endlich eine Modernisierung in Angriff nehmen. Welchen Grund Sie auch immer haben, Sie werden sich schlau gemacht haben über die zahlreichen Möglichkeiten, Ihrem Badezimmer neuen Charme zu verleihen. Und dann werden die Kosten mit dem eigenen Kontostand verglichen. Genau an dieser Stelle hat der Gesetzgeber eine freudige Nachricht für Sie! Handwerkerkosten können steuerlich geltend gemacht werden. Bis zu 20 Prozent der Handwerkerleistung oder maximal EURO 1.200,00 im Jahr sorgen für eine entsprechende Minderung Ihrer Einkommensteuer.

Allerdings sind dabei bestimmte Voraussetzungen zu beachten. Zuallererst gilt, dass die steuerliche Geltendmachung nur dann wirksam ist, wenn die Arbeiten im Privathaushalt stattgefunden haben. Das bedeutet u. a., dass die Kosten nicht bereits unter den Rubriken Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung aufgetaucht sind.

Renovierungskosten absetzen – Rechnungsstellung ist das A und O

Renovierungskosten-absetzen
Renovierungskosten lassen sich einfach absetzen, wenn man weiß wie!

Wichtig ist auch, dass das Finanzamt nur die Arbeitskosten anerkennt. Ihre Ausgaben für das Material können Sie nicht absetzen. Das heißt: In der Rechnung muss erkennbar sein, wie hoch die Arbeitskosten sind und wie hoch die Kosten für die Materialien. Das kann auf zwei Arten ausgewiesen werden. Entweder führt der Handwerker die Kosten getrennt voneinander auf, was die eindeutige, und damit sichere Variante darstellt.

Dabei muss auch die Mehrwertsteuer auf der Rechnung erscheinen. Oder er weist die Arbeitskosten als Prozentsatz von der Gesamtrechnung aus. Dann ist das getrennte Aufführen der Mehrwertsteuer nicht notwendig. Festpreisvereinbarungen auf einer Rechnung erkennt das Finanzamt nicht an.

Um Schwarzarbeit zu verhindern, darf der Rechnungsbetrag nicht bar bezahlt werden, sondern muss auf das Konto des Handwerkerbetriebs überwiesen werden. Das ist deshalb auch wichtig, weil das Finanzamt neben der Rechnung auch den entsprechenden Kontoauszug verlangen kann. Bei hohen Rechnungen raten Steuerberater dazu, den Kontoauszug der Steuererklärung gleich mit beizulegen. Sollten Sie den Kontoauszug nicht mit einreichen, bewahren Sie die Belege auf. Denn das Finanzamt kann die Vorlage auch zu einem späteren Zeitpunkt einfordern.

Stand: 31.07.2013